Den Krieg nicht mehr lernen

Hintergrund Leute Hoffnung schöpfen Hoffnung machen Senf(korn) dazugeben

Die Schorndorfer Erklärung

Zusammenfassung: Die «Schorndorfer Erklärung» greift den Grundgedanken der von Werner Dierlamm initiierten ökumenischen Aktion «Ohne Rüstung Leben» auf, «den Krieg nicht mehr zu lernen». Was damals, 1977, beim Ökumenischen Rat der Kirchen keinen fruchtbaren Boden fand, zieht heute, ausgehend von einem lokalen Montagsgebet in Schorndorf weltweit Kreise und spielt im Kontext der «Dekade zur Überwindung von Gewalt» eine wichtige Rolle.


Auf Mittwoch vormittag, 9. April 10:30 Uhr war ich von Landesbischof Frank Otfried July zu einem persönlichen Gespräch eingeladen worden. Dass es zustande kam, hat eine lange Vorgeschichte, die mit einem Offenen Brief begann, den ich dem Bischof am 2. Oktober 2006 geschrieben hatte und der von 78 Personen unterzeichnet worden war. Danach stand ich mit dem Bischof auch im Zusammenhang mit der «Schorndorfer Erklärung» in Verbindung.

Ich wurde von Frank Otfried July mit ausgesuchter Höflichkeit empfangen. An der Pforte wurde ich von seiner Sekretärin abgeholt, dann setzte sich sein theologischer Referent noch kurze Zeit zu mir, schließlich holte mich der Bischof persönlich zum Gespräch ab und geleitete mich auch am Schluss bis zur Treppe. Am Anfang berichtete er selbst, dann hatte ich Gelegenheit, meine Gedanken vorzutragen.

Zu meiner Empfehlung verwies ich auf meinen ehemaligen Kollegen in Ulm, heute Dekan i. R. Christoph Planck, der dafür gesorgt hat, dass die Schorndorfer Erklärung ins Ukrainische, Koreanische, Japanische und Tschechische übersetzt wurde, auf Dr. Geiko Müller-Fahrenholz, den Koordinator der Friedenskonvokation, der empfohlen hat: «je mehr Übersetzungen desto besser» und auf Harald Pawlowski, der im Zusammenwirken mit Müller-Fahrenholz für das Publik-Forum ein Dossier zur Ökumenischen Friedenskonvokation erstellen wird, – und dass mir Harald Pawlowski vor dem Hl. Abend 2007 mitteilte, die Erklärung sei für ihn ein «Weihnachtsgeschenk».

Im Gespräch mit Bischof July wies ich besonders auf zwei für mich wichtige «Erfolge» hin:

Hans Ulrich Gerber sprach als Referent aus Genf beim Dekadeforum II im Haus Birkach über das Thema: «Die Vorbereitungen zur Friedenskonvokation 2011 – Eckpunkte und regionale und konfessionelle Beiträge». Unter 10 Beiträgen, die weltweit bereits zur geplanten Friedenskonvokation eingegangen sind, wird an vierter oder fünfter Stelle die «Schorndorfer Erklärung» erwähnt, der bisher einzige Beitrag aus Deutschland.
Bei der Heimkehr von der Tagung in Birkach finde ich die «Schorndorfer Erklärung» auch in der Homepage der Evangelischen Gesamtgemeinde Schorndorf vor.

Dass die Forderung: «Den Krieg nicht mehr lernen» gleichzeitig global und lokal verbreitet wird, ist für mich erfreulich, erstaunlich, ja wunderbar – eine «Hoffnungsgeschichte»!

Links

Adresse Erläuterung
» https://www.dov-schorndorf.org Homepage der »Schorndorfer Erklärung«

 

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Schorndorfer_Erklaerung.pdf
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13.9 KB An alle Christinnen und Christen: Den Krieg nicht mehr lernen
Text der «Schorndorfer Erklärung», beschlossen am 23. Juli 2007. Hervorgegangen aus dem Kreis des Schorndorfer «Ökumenischen Montagsgebets für den Frieden in der Welt».

 


Hoffnungsgeschichte eingebracht von Werner Dierlamm 22.03.2008
Ich freue mich zu sehen, wie auch scheinbar kleine lokale Initiativen zur rechten Zeit große Kreise ziehen können, und hoffe, dass die «Schorndorfer Erklärung» immer weiter verbreitet wird und andere Kirchengemeinden, christliche Initiativen etc. zu ähnlich deutlichen Stellungnahmen anregt. Wir vertrauen darauf, dass Gottes Zeit dafür gekommen ist, die drückende, verheerende Last der militärischen Rüstung los zu werden. Das ist für uns eine gute Botschaft, ein Teil des Evangeliums, das durch Jesus aus Nazareth, den Retter der Welt, verwirklicht wird.

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